Montagehinweis

Veröffentlicht in Scheibentoenung


Gesetzliche Bestimmungen zur Montage von Tönungsfolien

Bauartgenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes der Bundesrepublik Deutschland

Die Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) nach § 22a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) in der Fassung vom 28.09.1988 (BGBI I S. 1793) in Verbindung mit der Verordnung über die Prüfung und Genehmigung der Bauart von Fahrzeugteilen sowie deren Kennzeichnung (FzTV) in der Fassung vom 12.08.1998 (BGBI I S. 2142) Nummer der ABG, Gerät, Typ, Inhaber der ABG, Hersteller für die oben bezeichnete Reihenweise zu fertigen oder gefertigten Geräten wird diese Genehmigung mit der Maßnahme eines Prüfzeichens (laut ABG) erteilt.

Dieses von Amts wegen zugeteilte Zeichen ist auf jedem Stück der laufenden Fertigung in der vorstehenden Anordnung dauerhaft und jederzeit gut lesbar anzubringen. Zeichen die zur Verwechslung mit einem amtlichen Prüfzeichen Anlass geben können, dürfen nicht angebracht werden.

Mit dem zugeteilten Prüfzeichen dürfen Fahrzeugteile nur gekennzeichnet werden, wenn sie den Erlaubnisunterlagen in jeder Hinsicht entsprechen. Änderungen der Erzeugnisse sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kraftfahrt-Bundesamtes gestattet. Verstöße gegen diese Bestimmung führen zum Widerruf der Erlaubnis und werden überdies strafrechtlich verfolgt.

Die Einzelerzeugnisse der reihen weisen Fertigung müssen mindestens den Bedingungen entsprechen, die den „Technischen Anforderungen an Fahrzeugteilen bei der Bauartprüfung nach § 22 a StVZO“ vom 05.07.1973 unter Berücksichtigung der am 23.02.1994 in Kraft getretenen Fassung sowie dem Entwurf zur TA Nr. 29, Abschnitt 3.8., aufgeführt sind.

Die Folien dürfen zum nachträglichen Aufbringen an der Innenseite von Fahrzeugscheiben, die für die Sicht des Fahrzeugführers nicht von Bedeutung sind (an der B-Säule), nach folgenden Merkmalen gefertigt werden:

 

Art des Werkstoffes: Polyesterfolie (PET-Folie)
Dicke der Folie: 0,043 mm + 20 %
Anzahl der Schichten: 2
Farbe der Folie: laut Hersteller
Art der Beschichtung: Eine Seite des Laminats ist mit einer Schicht zur Erhöhung der Kratzfestigkeit versehen, auf der anderen Seite ist ein druckempfindlicher, klarer Kleber aufgebracht. Eine Polyesterfolie des Laminats ist mit Aluminium metallisiert.
Bemerkungen: Die Folien sind mit einem klaren Laminatkleber verbunden. Der Reflexionsgrad an der Scheibenaußenseite hängt von dem Tönungsvarianten und den Hersteller ab.


Die Folien dürfen nur bis zur Scheibenhalterung auf den Scheiben angebracht werden. Ein Verklemmen bzw. eine Verbindung der Folie mit der Scheibeneinfassung oder der Gummidichtung ist unzulässig.

In einer mit zuliefernden Anbauanweisung sind die Bezieher auf den eingeschränkten Verwendungsbereich, auf die besonderen Anbaubedingungen sowie darauf hinzuweisen, dass bei Anbringung der Folien auf Heckscheiben von Kraftfahrzeugen diese mit einem zweiten Außenspiegel ausgerüstet sein müssen.

Bei Fahrzeugen, die innerhalb der Heckscheibe mit einem zusätzlichen Bremslicht ausgestattet sind, ist die Stelle an der das Bremslicht aktiv wird, folienfrei zu lassen.

Die Wirksamkeit der Bauartgenehmigung ist hiervon abhängig.

Beachten Sie die Hinweise der Allgemeinen Bauartgenehmigung (ABG). Die ABG Urkunde ist im Fahrzeug mitzuführen!

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